Sexualberatung: Immer noch ein Tabu!? Ein persönlicher Gedanke

Sexuelle Unzufriedenheit ist immer noch ein Tabu. Und sich – für die gewünschte, sexuelle Veränderung – Unterstützung in einer Sexualberatung zu holen, ist für viele nach wie vor undenkbar. Über allem schwebt der Gedanke: „Das muss doch selbst zu bewältigen sein!“.

Tabu: Sexualberatung und meine persönlichen Gedanken dazu

Lüften wir den Vorhang des Schweigens und schauen wir uns an: „Wer brauchts?“, „Wann ist es sinnvoll?“ und „Was passiert dort überhaupt?“.

Sexuelle Unzufriedenheit oder Probleme sind ein großes Tabu. Warum ist das so?

Die Omnipräsenz von Sexualität, in der Werbung, in den Medien, trägt viel zum Tabu bei. Jeder hat Sex. Kann Sex. Und hat permanenten Zugriff auf Informationen. Dabei wird in den meisten Fällen vom Non plus Ultra gesprochen. Höher, schneller, weiter so zu sagen. Das lässt wenig Spielraum für die Einsicht, dass bei mir (bei uns) wenig bis nichts läuft. Denn in dem Glauben, dass „bei allen anderen die Funken in den Schlafzimmern sprühen“, zieht es unwahrscheinlich runter, wenn ich mir eingestehen muss, dass was quer liegt.

Wer zugibt, sexuell Unzufrieden zu sein, macht sich verletzlich.

Und das möchten wir vermeiden. Zusätzlich wirken in vielen Menschen Glaubensmuster, wie z. B. „Über Sex spricht man nicht, den hat man!“. Und die damit verbundene „Sprachlosigkeit“ darf man ebenfalls nicht außer Acht lassen. Gedanken, Wünsche und Unzufriedenstellendes laut auszusprechen, das kostet Überwindung – muss man ganz klar sagen.

Die Kombination verführt dann viele zur Vogel-Strauß-Taktik: Kopf in den Sand, es wird schon wieder werden…

 

Ein Gedanken Experiment: Werfen wir einen kurzen Blick auf die Sex-Shop-Industrie. Hier werden im deutschsprachigen Raum mehrstellige Millionenbeträge erwirtschaftet. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass sich auch im eigenen Bekanntenkreis der ein oder andere Käufer befindet. Aber spricht jemand darüber? Meist: Nein! Dabei läuft dieser Bereich in vielen Peergroups unter dem Synonym „cool und experimentell“. Wir sind also weit von „unzufrieden und problematisch“ entfernt – und trotzdem ist das Thema hoch intim und bleibt in den eigenen 4 Wänden.

„Über Sex spricht man nicht, den hat man!“ möchte ich kurz aufgreifen. Wieso ist das so?

Kannst du dich an dein Aufklärungsgespräch mit deinen Eltern erinnern? Oder an den Sexualunterricht in der Schule? Meist war das ein punktuelles Gespräch, das sich hauptsächlich auf „die Folgen“ von Sexualität fokussiert hat. Wie entsteht ein Baby, Schwangerschaft, Krankheiten, etc. Von Liebe, Lust, Geilheit, Momenten der Wonne, orgastischen Gefühlen, miteinander sprechen, um sich seine Wünsche gegenseitig auszudrücken, war da selten bis nie die rede.

Oftmals waren die Erwachsenen schwer erleichtert, dass das Gespräch vorbei war. Das beklemmende Gefühl, die Scheu vorm Sprechen, sind für Kinder und Jugendlichen jedoch deutlich wahrnehmbare Signale. Und diese prägen sich ein und werden dann ins eigene Erwachsenenleben übernommen: „Über Sex spricht man nicht, den hat man.“. Ich denke, diese Erfahrungen wird es in so gut wie allen Altersgruppen geben.

 

Zum Glück gibt es heute sehr empfehlenswerte Literatur für Eltern, um sich selbst Unterstützung zu holen und ihren Kindern Liebe & Sexualität altersgerecht und in Aufbaustufen näher zu bringen. In den Schulen ist man von „Sexualerziehung“ weggekommen und hat sich zur „Sexuellen Bildung“ hin entwickelt. Wo über Liebe, Gefühle, Körper, Sexualität offen gesprochen wird. Mit auflockernden didaktischen Konzepten werden Möglichkeiten eröffnet, um zu verschiedenen Sichtweisen zu gelangen.

Der Begriff „Sexuelle Bildung“ ist interessant. Sexuelle Bildung auch für Erwachsene?

Dazu ein ganz klares: Ja! Menschen sind sexuelle Wesen, die sich ihr gesamtes Leben lang sexuell (weiter)entwickeln. Unsere sexuellen Ansprüche und Bedürfnisse sind ständigen Veränderungen ausgesetzt.

Zur Veranschaulichung: Was haben ein 17-jähriger Sexualitäts-Neuling, ein frisch gebackenes Eltern-Pärchen und eine 65-jährige allein stehende Frau gemeinsam? Sie haben alle Sex (oder auch nicht) und sie wollen alle Sex (oder auch nicht). Das ist aber auch schon der einzige gemeinsame Nenner.

Denn jedes Alter und jede Entwicklungsstufe hat andere Bedürfnisse, Ängste und auch mit anderen Vorurteilen zu kämpfen. Alle suchen nach Sinn und Sinnlichkeit – aber die Erwartungshaltungen und Herangehensweisen könnten nicht unterschiedlicher sein. Es können Muster und gelernte Vorstellungen wirken, die neuen Wünschen kontraproduktiv entgegenstehen.

Unter diesem Gesichtspunkt wird es vielleicht greifbarer, dass sich manchmal nicht alles „wie von selbst lösen kann“. Nichts muss so sein bzw. bleiben, wie es mit 20 oder 30 Jahren war. Entwicklung muss man sich und dem/der Anderen zugestehen. Und sich auch trauen, zu kommunizieren und umzusetzen.

Sexualberatung: Immer noch ein Tabu!? Ein persönlicher Gedanke dazu

Suchen Menschen gar nicht nach Lösungsmöglichkeiten?

Doch, absolut! Die Menschen wollen aus einer Unzufriedenheits-Falle hinaus, sie möchten verändern. Meist wird dazu „Dr. Google“ befragt oder auch wirklich interessante Fachliteratur gelesen. Doch dann stehen viele vor der Hürde, dass sich die neuen Inputs nicht ins eigene Leben integrieren lassen. Oft fehlt eine „Anschlussstelle“, wie ich das gerne nennen, die meist erst individuell erarbeitet werden will.

Mit welchen Themen gehen Menschen in eine Sexualberatung?

Die Themen sind unsagbar vielfältig: Beginnen bei sexuelle Mythen und der (Ab)Klärung von evtl. falsche Informationen. Gehen über Lustlosigkeit, verloren gegangenes Begehren. Bis hin zu Körperwahrnehmung und der Einstellung zum eigenen Körper. Orgasmusfähigkeit. Sexuelle Identität, sexuelle Orientierung und sexuelle Gesundheit sind ebenfalls große Themen. Ein weiteres Feld sind Kinderwunsch, Verhütung, Schwangerschaft, aber auch Sexualität im Alter bzw. mit Behinderung.

Sehr oft stehen Partnerschaftsprobleme im Mittelpunkt, die sich auf das Sexualleben auswirken. Denn ein wesentlicher Faktor ist: Nichts ist so störanfällig, wie unsere Sexualität! Dabei kann es sich um Treuebruch, Vertrauensverlust oder Eifersucht handeln. Genauso wie um den nicht hinausgetragenen Müll oder den Konflikte mit der Schwiegerfamilie, der in sexuellem Entzug mündet. Vieles hat eines gemeinsam: Mangelnde Kommunikation.

 

Die Scheidungsrate in Österreich liegt bei 41,6 % (2015, www.statistik.at). Leider fehlen die Zahlen, wie viele Scheidungen auf das Konto „Liebes- und Sexlosigkeit, Fremdgehen, Vertrauensverlust“ gehen… mit Sicherheit ein nicht unwesentlicher Teil innerhalb der Begründung „unüberbrückbare Differenzen“.

Es wurde mehrfach die mangelnde Kommunikation angesprochen. Was ist damit genau gemeint?

Viele Menschen können nicht oder nur unglaublich schwer über sich, ihre Wünsche und Bedürfnisse sprechen. Einerseits weil sie es wirklich nicht wissen, z.B. was kann ich machen, um mehr Lust zu empfinden. Andererseits weil vielen Menschen die Worte fehlen, z.B. für Ihre Geschlechtsteile, um genaue „Schatzkarten“-Anweisungen zu geben.

Zusätzlich fällt schwer, dass der Partner/die Partnerin es als Kritik auffassen könnte – und man will ja niemanden verletzen. Und oft geht es um den Funken Selbstvertrauen und Mut, der es überhaupt erlaubt, sich und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Dabei ist genau das beim Sex etwas ganz Wesentliches und Bereicherndes für Beide. Obwohl man es miteinander tut, ist jeder für sich selbst verantwortlich – es ist das Um und Auf, dem/der Anderen seine Wünsche zu kommunizieren, um sie auch erfüllt zu bekommen. Und damit beiden Erfüllung zu schenken!

Zurück zur Ursprungsfrage. Braucht jetzt also jeder Sexualberatung?

Ich möchte ganz unbedingt weg vom Wort „brauchen“! „Brauchen“ impliziert eine Abhängigkeit („ohne dem, geht´s nicht“) und das schreckt ab. Ist für mich absolut nachvollziehbar, denn jeder möchte (und soll) seine Eigenständigkeit bewahren – ganz besonders in diesem intimen Bereich!

Wer aber seinen Fokus verändert, bekommt auch eine ganz neue Sicht auf die Möglichkeiten. Denn es ist ein riesen Unterschied, ob ich etwas „brauche“ oder ich mich für einen neuen Weg „entscheide“. Ihn „nutze“. Ihn „aktiv in Anspruch nehme“.

Psychologische Beratung sowie Sexualberatung ist eine Dienstleistung – und die kann ich selbstbestimmt wählen! Genau so, wie ich in eine Fitnessberatung, Ernährungsberatung, Erziehungsberatung, etc. gehe. Alles, um mich zu entwickeln, zu stärken und noch mehr für mich/für mein Leben heraus zu holen. Es steht also ein: „Ich will und ich mache es – für mich“ dahinter!

Und genau diese Qualität kann ich mir auch in meine Sexualität holen! Entwicklung im intimsten Sinn! Das „brauch“ ich zwar nicht (…um zu überleben…), aber „ich will“ es, um mein (Sexual)Leben zu verändern/zu verbessern!

Eine ganz wundervolle, befreiende Sichtweise, die eine völlig neue Leichtigkeit hinein bringt!

Stimmt, ein einziges Wort kann durchaus zum Hemmnis werden! Formulieren wir um: Sollte nun jeder eine Sexualberatung in Anspruch nehmen?

Nein, jeder braucht sicher keine Sexualberatung! Viele leben eine sehr erfüllende Sexualität. Und andere, sind glücklich und zufrieden damit, auf Sexualität völlig zu verzichten. Alles ist erlaubt und alles ist OK! Wenn aber einer oder beide unzufrieden sind, dann gibt es durch eine Sexualberatung die Möglichkeit etwas zu verändern. Als kleinsten gemeinsamen Nenner, können wir folgende Motivationsfaktoren sehen:

  • Leidensdruck – „etwas soll nicht ein Leben lang so weiter gehen“.
  • Angst – zB wenn man so etwas schon einmal erlebt hat und sich deshalb aus einer Partnerschaft gelöst hat. Das aber so nicht wieder erleben möchte.
  • Weiterentwickeln – es gibt eine Gewissheit, dass es da noch mehr geben muss! Das man Altes hinter sich lassen kann. Aber die Frage lautet: „Wie komme ich dorthin?“

Schauen wir kurz zu den Paaren. Wie kommt man zur Veränderung und wieder gelebter Sexualität?

Der berühmte amerikanische Paar- und Sexualtherapeut, David Schnarch, hat es in einem Interview direkt auf den Punkt gebracht: „Wer sich nicht entwickeln will, weil es zu anstrengend ist, wird eine Affäre haben, sich scheiden lassen, oder in völlige Gleichgültigkeit verfallen und eine schreckliche Beziehung führen.“ (Bezugnahme auf sexuell unzufriedene Paare, http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2012-05/schnarch-partnerschaft-sexualitaet).

Die Aussage klingt im ersten Moment hart. Viele werden jedoch aus dem eigenen Erleben wissen, dass sie ihre Richtigkeit hat.

Das Motto lautet: Weiterentwicklung! Sexuelle Lust und Leidenschaft sinkt in beständigen Paarbeziehungen ab. Das hat nichts mit der Liebe oder dem sich noch Gefallen zu tun. Sie bleibt nicht selbstverständlich, sie geschieht auch nicht einfach – Lust muss gewollt und aktiv am Leben gehalten werden. Wenn ein Paar nun nur den „goldenen, sexy“ Zeiten nachtrauert und die Welt nicht mehr versteht, weil das verloren scheint, dann Blicken sie in eine Sackgasse.

Wer sich diesen – absolut normalen Prozess – eingesteht und dran bleibt, wird es erreichen, dass auch über viele Jahre eine lustvolle Liebesbeziehung möglich bleibt. Aus meiner Sicht gilt also ein klarer Appell – egal ob Single oder Paar: Der Wille etwas zu verändern zählt. Dran bleiben. Sich neue Wege eröffnen. Seine Sexualität abenteuerlustig anpacken! Sich als Wissenschaftler sehen, probieren und damit die Grenzen des bisher vorstellbaren sprengen!

Was macht denn nun eine/n gute/n Sexualberater/in aus?

Da die Themenfelder sehr breit sind, braucht Sexualberatung viel Fachwissen. Das reicht von der sexuellen Entwicklung, über anatomisches Wissen, Prozesse in Kopf und Körper, Verhütung und Reproduktion. Bis hin zu Paardynamiken und natürlich einer Methodenvielfalt, um Muster aufzuzeigen und dabei zu unterstützen, sie aufzubrechen.

Da wir uns in einem überaus sensiblen Bereich bewegen, muss die Fähigkeit gegeben sein, eine starke Vertrauensbasis herzustellen. Um eine Atmosphäre zu ermöglichen, in der es überhaupt möglich wird, über Sexualität zu sprechen. Hier wird das Stichwort „Ent-ängstigen“ großgeschrieben.

Die Person kann sich auf die Lebenswelt des Klienten/der Klientin einlassen. Und stellt in weiterer Folge gezielt Fragen, um Denkanstöße zu geben, Ressourcen zu aktivieren und neue Herangehensweisen zu eröffnen. Gemeinsam betrachtet man das gesamte Umfeld und sucht nach Potentialen, in denen weiteres Potential steckt.

Niemals werden Ratschläge aus eigener Erfahrung oder Wertungen abgegeben, genau so wie das besagte „Schubladen-Denken“ – das alles hat in einer Sexualberatung keinen Raum.

Ganz im Gegenteil: In einer Sexualberatung können Antworten auf Fragen gegeben werden, die man sich vielleicht noch nie zu stellen getraut hat. Mit offener Haltung wird über alles gesprochen, was bewegt. Und das in einem Umfeld, wo 100 % Vertraulichkeit garantiert ist.

Aber wie kann man sich denn nun so eine Sexualberatung vorstellen?

Der Prozess beginnt mit dem Kennenlernen. Man kann sich einen ersten Eindruck verschaffen, es wird ein Bild über die Thematik vermittelt und man bespricht Formalitäten. Im weiteren Verlauf wird in einer wertschätzenden, respektvollen Umgebung, über – bisher vielleicht unmöglich anzusprechendes – gesprochen.

Gemeinsam sieht man sich an, welche bisherigen Erfahrungen es gibt, wo die Entwicklung hin gehen soll und wie man dorthin kommt. Es geht um Wünsche, Bedürfnisse und natürlich auch um Unerfülltes. Ganz ehrlich: Das kann manchmal erschüttern – aber genau darin liegt etwas unglaublich bereinigendes. Ein neu entdecken von sich selbst! Der große Aha-Effekt: „Das habe ich so noch nie formuliert!“ oder „Das habe ich mich noch nie zu sagen getraut!“ – eröffnet immensen Raum für Neues und für echte Veränderungen.

Die/der Klient/In gibt das Ziel vor und gemeinsam erarbeitet man Lösungsmöglichkeiten, anhand der Ressourcen und der Potentiale des Einzelnen bzw. des Paares.

 

Ein Beratungsprozess besteht aus aus einer Folge an Sitzungen. Man nähert sich seiner Thematik auf Kopf- und Gefühlsebene an. Schaut, was bremst und was es braucht, um die Richtung zu ändern. Die Zeit zwischen den Sitzungen ist besonders wichtig, denn hier können neue Herangehensweisen geübt werden. Man hat Zeit sich zu beobachten, neues auszuprobieren – und sich dabei zu Entwickeln. Eine Prozess-Beratung kann bis zu 10 Sitzungen oder auch mehr umfassen. Das richtet sich ganz individuell am Einzelnen bzw. dem Paar und dem jeweiligen Anliegen.

Wenn ich – als Sexualberaterin – einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?

Dass die Menschen ihre Scheu über Board werfen und auch in diesem Lebensbereich – völlig SELBSTBESTIMMT– aus dem Vollen schöpfen. Ohne Angst und Tabu. Wenn etwas fehlt/stört/nicht gefällt, aufhören es hinzunehmen, sondern verändern. Sexualität ist Veränderbar!

Ein Abschlusssatz?

Erfüllende Sexualität ist oftmals wie ein großer Schatz, der vor einem liegt, aber erst geborgen werden muss.

Viele beflügelte Grüße
Petra

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